Wer kann auf Anhieb zwei in Europa liegende Zwergstaaten nennen? Wer weiß, wie tief der Bodensee an seiner tiefsten Stelle ist und wem fallen spontan zwei Länder ein, durch die der Amazonas oder einer seiner Nebenflüsse fließt? Fragen wie diese standen im Mittelpunkt des renommierten Geographiewettbewerbs Diercke WISSEN Junior 2026, an dem auch in diesem Schuljahr wieder die Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 5 und 6 des Störck-Gymnasiums teilgenahmen. Am Dienstag, den 30. Juni, wurden nun die Preisträgerinnen und Preisträger des Wettbewerbs bekannt gegeben. Bei den Klassen 5 landete Alissa Haar auf Platz 3, Zweiter wurde Mats Obert und Vito Renda landete ganz oben auf dem Treppchen. In der Klassenstufe 6 teilten sich Levi Hipp und Sophie Walter den dritten Platz, davor sicherte sich Erik Fränkel Platz zwei hinter Arno Beller auf Platz eins. Herzlichen Glückwunsch an die jungen Geographinnen und Geographen!
Frau Reck und Frau Fies besuchen das Collège Jean XXIII in Metz
Ce ne sont pas les traités qui font l’amitié ! – Es sind nicht die Vertäge, die die Freundschaft ausmachen !
Unter diesem Motto machten sich zwei Kolleginnen der Französischfachschaft am 24. Juni 2026 auf in die Region Grand Est, um jenseits des Rheins die schöne Stadt Metz und das Collège Jean XXIII kennen zu lernen.

Bereits seit Ende des letzten Schuljahres pflegen Frau Grecht, Frau Pevny-Steinhart und Frau Reck mit ihren Französischklassen einen Briefkontakt mit den Schülerinnen und Schülern der dortigen Deutschlerner. Um vielleicht irgendwann echte Begegnungen zu ermöglichen, trafen sich nun Frau Reck und Frau Fies in Metz zu einem „vorbereitenden Besuch“ im Rahmen des Erasmus-Programms mit der engagierten Deutschlehrerin Isabelle Urban. Sie lernten das Collège kennen, das sich wie die weiteren Teilkomplexe École primaire, lycée und Pôle supérieur in einem ehemaligen Jesuitenkloster befindet und so eine sehr besondere und ehrwürdige Atmosphäre bietet. Nach einem Rundgang durch die Schule zeigten Frau Reck und Frau Fies den französischen Schülerinnen und Schülern an ihrem letzten Schultag eine Videobotschaft, in der die Klasse 7b ihre Lieblingsorte am Störck-Gymnasium vorstellten. Dafür konnten die Französischlehrerinnen dann wieder Briefe für ihre Störck-Schüler mit nach Bad Saulgau nehmen.
Bei einem Treffen mit dem Chef d’établissement M. Rehlinger hatten die Lehrerinnen die Möglichkeit vorzustellen, wie ein eventueller Schüleraustausch in Zukunft aussehen könnte. Von beiden Seiten konnten mehrere Möglichkeiten ausgelotet werden – immer mit der wohlwollenden Perspektive im Hintergrund, den Nachbarn kennen lernen zu wollen, auch wenn noch keine Entscheidungen feststehen.
Natürlich bot sich beim Besuch auch die Gelegenheit, die Stadt Metz kulturell und kulinarisch ein wenig zu erkunden. Am Donnerstag zeigte sich dabei die Kathedrale von Metz im Rahmen der Lichtershow La cathédrale en lumière hell erleuchtet und die Lehrerinnen konnten den rundum gelungenen Besuch bei einer lauen Sommernacht und regem Austausch en français et en allemand ausklingen lassen.
Einen detaillierten Einblick in Geschäftsmodell und Produktion haben die 34 Schülerinnen und Schüler der Leistungsfächer Wirtschaft J1 des Störck-Gymnasiums vergangene Woche bei der Firma KNOLL erhalten. Michael Kössler, der einen Key Account verantwortet, zeigte in einer kurzen Präsentation zunächst einen geschichtlichen Abriss der Firma von der Gründung durch Walter Knoll bis in die Gegenwart. Anschließend stellte er verschiedene Produkte und die strategische Ausrichtung des Maschinenbauers vor, bevor ein knapp anderthalbstündigen Rundgang durch die Produktion den Besuch abrundete. Besonders begeistert zeigten sich die Schülerinnen und Schüler hierbei von der Struktur, den klaren Abläufen in der Produktion. Der Knoll Highway, wie die Hauptproduktionsstraße mitunter genannt wird, war schon durch seine riesigen Ausmaße besonders beeindruckend. Während des Durchgangs konnten immer wieder Fragen gestellt werden, die allesamt vollumfänglich beantwortet wurden. Ein wirklich informativer und interessanter Vormittag!
Das Überwinden der Angst („And instead of fear?“) – Teil 2
Das Wiedersehen in Bad Saulgau: Störck-Gymnasium Bad Saulgau meets Agrupamento de Escolas de Canelas, Vila Nova de Gaia
Am 14. Juni 2026 war es endlich soweit, die portugiesischen Austauschpartnerinnen und Austauschpartner der Schülerinnen und Schüler der Erasmus AG kamen in Bad Saulgau an, um das Projekt mit dem Titel „And instead of fear?“ fortzuführen. Mit großer Spannung und vielen positiven Erwartungen wurden die acht Schülerinnen und Schüler und ihre beiden begleitenden Lehrerinnen am Bahnhof in Aulendorf empfangen, von wo es dann direkt zu den Familien nach Bad Saulgau ging.
Wie bereits während des Aufenthalts in Porto, im April des gleichen Jahres, drehte sich in dieser Woche alles um das Thema „Angst“. Den Anfang machten an den beiden ersten Tagen spannende Workshops. Den Einstieg bildete ein Workshop zum Überthema selbst. Hier setzten sich die Schülerinnen und Schüler – zunächst individuell – mit ihren Ängsten auseinander, bevor sie diese dann vorstellten und diskutierten. Dabei erkannten sie, dass viele Ängste nicht nur auf eine einzelne Person bezogen sind, sondern sich bei vielen verschiedenen Menschen wiederfinden lassen. Diese Erkenntnis zeigte auf, dass es durchaus hilft, über Ängste zu sprechen und in einem weiteren Schritt mögliche Methoden oder Handlungen zu entwickeln, die dazu beitragen können, Ängste zu überwinden. Weitere Workshops beschäftigten sich zum Beispiel mit der Nachhaltigkeit und der Angst, was passieren könnte, wenn unsere Natur, d.h. Flora und Fauna, verschwinden würde. Für dieses Thema war Bad Saulgau als „Hauptstadt der Biodiversität“ prädestiniert, es konnte ein Workshop direkt im Naturthemenpark stattfinden, wo die Gruppe auch herzlich vom Umweltbeauftragten der Stadt in einer kurzen Rede willkommen geheißen wurde. In einem dritten Workshop ging es um Angst vor Nationalismus und der Entwicklung einer Dystopie, in der das Erasmus-Programm nicht mehr existieren würde. Insgesamt wurde in dieser Woche der bereits etablierte interkulturelle und multilinguale Austausch, der in Portugal gestartet war, fortgesetzt.
Des Weiteren erkundeten die Schülerinnen und Schüler, gemeinsam mit ihren Lehrkräften, die Gegend in und um Bad Saulgau herum. Dazu gehörte eine Stadtführung zu den einzelnen Sehenswürdigkeiten innerhalb der Stadt, aber auch Ausflüge in die Umgebung. Beispielsweise wurde der Bodensee bei einem Spaziergang von Überlingen nach Unteruhldingen erkundet, wo dann die berühmten Pfahlbauten besucht und im Rahmen einer Führung erkundet wurden. Außerdem erfolgte ein Ausflug nach Ravensburg, wo die Schülerinnen und Schüler in zwei separaten Führungen in die Geschichte der Stadt, anhand des Humpis Quartiers, eingetaucht sind. Gemeinsame Erlebnisse der deutschen und portugiesischen Schülerinnen und Schüler, z. B. ein Public Viewing des ersten WM-Spiels von Portugal oder ein gemütlicher gemeinsamer Kegelabend, rundeten die Woche ab.
Am Samstag ging es dann bereits früh am Morgen nach Aulendorf, da die portugiesischen Austauschschülerinnen und Austauschschüler wieder nach Hause aufbrachen, wobei sie hier noch einen kurzen Zwischenstopp in Stuttgart einlegten, um die Landeshauptstadt zu besuchen. Wie bereits der Aufenthalt in Porto, verging diese Woche wie im Fluge und hat dennoch zahlreiche schöne Eindrücke und Erlebnisse hinterlassen, die so schnell nicht vergessen werden.
Nachhaltigkeit über Grenzen hinweg erleben: Austausch mit unserer Partnerschule in Frankreich
Störck-Gymnasium meets Ensemble scolaire St. AUBRIN Collège Victor de Laprade
Im Rahmen des Erasmus+-Programms nahmen 22 Schülerinnen und Schüler der Klassen 8 und 9 an einem Austausch mit unserer Partnerschule, dem Ensemble scolaire St. AUBRIN Collège Victor de Laprade, in Montbrison, Frankreich, teil. Im Mittelpunkt der Begegnung stand das Thema Nachhaltigkeit, das aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet und gemeinsam mit den französischen Partnerinnen und Partnern erforscht wurde.
Ziel des Austauschs war es, die Französischkenntnisse der Jugendlichen in authentischen Situationen anzuwenden und weiterzuentwickeln. Gleichzeitig bot das Projekt zahlreiche Gelegenheiten, interkulturelle Erfahrungen zu sammeln, neue Freundschaften zu knüpfen und gemeinsam an aktuellen gesellschaftlichen Fragestellungen zu arbeiten.
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf dem praktischen Erleben nachhaltigen Handelns. In einem Upcycling-Workshop setzten die Schülerinnen und Schüler kreative Ideen um und verwandelten ausgediente Materialien in dekorative und nützliche Gegenstände wie Vasen oder Stiftehalter. Dabei standen Teamarbeit, Kreativität und der bewusste Umgang mit Ressourcen im Vordergrund.
Einen weiteren Einblick in nachhaltiges Engagement erhielten die deutschen Teilnehmenden durch die Vorstellung der französischen „éco-délégués“. Die französischen Schülerinnen und Schüler präsentierten dieses Konzept der Schülervertretung für Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen und diskutierten anschließend gemeinsam mit ihren deutschen Gästen über vergleichbare Initiativen an ihrer Schule.
Auch außerhalb des Klassenzimmers bot das Programm spannende Lerngelegenheiten. Bei einer Exkursion zu einer regionalen Ölmühle, der Moulin de Massons, erfuhren die Jugendlichen mehr über lokale Lebensmittelproduktion, nachhaltige Landwirtschaft und die Bedeutung regionaler Wirtschaftskreisläufe. Die Führung verdeutlichte eindrucksvoll, wie eng Nachhaltigkeit, Kultur und regionale Identität miteinander verbunden sind.
Besonders intensiv setzten sich die Teilnehmenden im Rahmen eines Interviewprojekts mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinander. In gemischten deutsch-französischen Gruppen führten sie Interviews, verglichen unterschiedliche Sichtweisen und analysierten die Ergebnisse gemeinsam. Die gewonnenen Erkenntnisse bildeten die Grundlage für weiterführende Diskussionen darüber, wie nachhaltiges Handeln im eigenen Alltag und an den jeweiligen Schulen gestärkt werden kann.
Der Austausch hat nicht nur die sprachlichen und interkulturellen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler gefördert, sondern auch ihr Bewusstsein für nachhaltige Entwicklung geschärft. Die gemeinsamen Erfahrungen zeigen eindrucksvoll, wie europäische Zusammenarbeit junge Menschen dazu befähigt, Verantwortung für ihre Zukunft und ihre Umwelt zu übernehmen.
Das Klassenzimmer war bis auf den letzten Platz gefüllt, als Professor Dr. Michael Stephan seinen Vortrag über Entrepreneurship am Störck-Gymnasium hielt. Schülerinnen und Schüler der 11. Klasse, der J1 und der J2 hatten sich freiwillig eingefunden, um Einblicke in die Welt der Unternehmensgründungen und Startups zu bekommen. Auch wenn es oft einen anderen Eindruck mache, sei „das Umfeld für Gründungen in Deutschland ziemlich gut“ erklärte Stephan. Dies liege vor allem auch an den vielfältig vorhandenen Fördermitteln, die jungen Menschen zur Verfügung stünden. An den verschiedenen Hochschulen gibt es hierfür zielgerichtete Beratungsmöglichkeiten, erklärte der Wirtschaftsprofessor von der Universität Marburg. Nach einer kurzen quantitativen Einführung in die Gründerszene in Deutschland und einer begrifflichen Abgrenzung zwischen „Gründung“ und „Startup“ räumte er mit verschiedenen Mythen rund um das Thema Unternehmensgründung auf. „Es gibt kein Gründergen“, Gründen könne man lernen, erklärte Stephan. Dazu spielten verschiedenste Faktoren eine Rolle, unter anderem das persönliche Umfeld, aber auch Eigenschaften wie eine gewisse Leistungsorientierung. Schließlich berichtete Stephan von seinen eigenen Gründungserfahrungen, von Schwierigkeiten in Teams, dem richtigen oder falschen Timing und davon, dass man nicht immer eine innovative Idee brauche, sondern sich durchaus von Megatrends ganz praktisch leiten lassen dürfe. „Das Thema Nachhaltigkeit, aber auch der demografische Wandel bieten neben dem Voranschreiten der künstlichen Intelligenz enorme Potenziale“, sagte der Professor, „und in diesen Feldern liegen die Möglichkeiten praktisch auf der Straße“. Also: Nur Mut! Lang anhaltender Applaus rundete einen besonders inspirierenden Vortrag ab.
Um 18 Uhr am Freitag, dem 08. Mai 2026, begann für 43 Schülerinnen und Schüler der 8. und 9. Klassen des Störck-Gymnasiums Bad Saulgau und des Progymnasiums Bad Buchau zusammen mit ihren drei Lehrkräften die lange Reise mit dem Bus nach Südengland. Obwohl feststand, dass es eine lange und anstrengende Fahrt werden würde, war an Schlaf lange Zeit nicht zu denken, sodass Teile der Nacht zum Tag gemacht wurden. Insgesamt war es zwar eine lange, aber auch kurzweilige Fahrt, mit vielen Eindrücken, unter anderem die Fahrt mit der Fähre in den frühen Morgenstunden von Calais nach Dover über den Ärmelkanal. Am frühen Samstagnachmittag rollten wir endlich in Bournemouth ein – erschöpft, aber mit der Vorfreude, die frische Meeresluft und das Versprechen eines aufregenden Programms mit sich bringen. Von unserem Ankunftsort, der Cavendish School of English, ging es dann zu den Gastfamilien, bei denen wir die kommenden Tage verbringen würden.
„In mir drin wusste ich schon sehr lange, dass ich Medizin studieren wollte“, sagte Alina Tyborski in ihrem Vortrag vor Schülerinnen und Schülern des Störck-Gymnasiums vergangene Woche. Die angehende Ärztin referierte im Zuge ihrer Förderung der Stadt Bad Saulgau über Inhalte und Aufbau ihres Studiums. 2018 hatte sie Abitur gemacht, zunächst für den Rettungsdienst gearbeitet und schließlich eine Pflegeausbildung absolviert. Nach einem halben Jahr Arbeit auf einer Intensivstation konnte sie in Ulm einen Studienplatz für das Fach Humanmedizin ergattern. „Ihr seht also, dass man nicht unbedingt ein Abitur von 1,0 haben muss“, sagte sie schmunzelnd, „manchmal kann man auch über einen anderen Weg zum Ziel kommen“. Die Erfahrungen in Rettung und Pflege würden ihr jetzt immer wieder helfen. Wie die Vergabe von Studienplätzen funktioniert, aber auch welche zentralen Inhalte das Studium auszeichnen, waren die Hauptthemen ihres Vortrags. „Besonders begeistert hat mich, dass wir im Prep-Kurs eine ganze Leiche untersucht haben“. Das sei so faszinierend gewesen, dass man „oftmals das Drumherum vergessen“ hat, erklärte Tyborski. Neben der Anatomie seien Biochemie, Chemie, Physik, Physiologie, medizinische Terminologie, Psychologie und Soziologie wichtige Teildisziplinen der Medizin. Immer wieder baute sie Quizfragen ein, die die Schülerinnen und Schüler beantworteten, beispielsweise als es um Größe und Aufbau des menschlichen Herzens ging. Besonders interessiert zeigten sich die Zuhörerinnen und Zuhörer auch von den Informationen rund um das Studium. Bewerbung, Finanzierung und Organisation bildeten hier einen wertvollen Schwerpunkt. „Die Förderung der Stadt Bad Saulgau kann ich jedem nur empfehlen“, sagte Alina Tyborski. Schließlich könne man im Studium jeden Euro gut gebrauchen. „Und dass mein zukünftiger Lebensmittelpunkt hier sein könnte, kann ich mir natürlich sehr gut vorstellen“.
Flüsse, Gebirge, Städte und Regionen – beim bundesweiten DIERCKE Wettbewerb ging es wieder darum, sein geographisches Wissen über Deutschland und die Welt unter Beweis zu stellen. Erneut konnte Kilian Baumgartner, Klasse 9, den Schulsieg erringen und das Störck-Gymnasium in der zweiten Runde auf Landesebene vertreten. Zweiter wurde Vincent Kern. Beide bekamen von Regina KLiebhan von der Fachschaft Geographie ihre Preise überreicht. Der DIERCKE Wissen Wettbewerb zählt zu den renommiertesten Geographie Wettbewerben Deutschlands. Bislang haben über 8 Millionen Schülerinnen und Schüler daran teilgenommen. Ziel ist es, Mensch-Umwelt-Beziehungen in einen räumlichen Zusammenhang zu stellen und wissenschaftlich zu betrachten.