Das Überwinden der Angst („And instead of fear?“) – Teil 2
Das Wiedersehen in Bad Saulgau: Störck-Gymnasium Bad Saulgau meets Agrupamento de Escolas de Canelas, Vila Nova de Gaia
Am 14. Juni 2026 war es endlich soweit, die portugiesischen Austauschpartnerinnen und Austauschpartner der Schülerinnen und Schüler der Erasmus AG kamen in Bad Saulgau an, um das Projekt mit dem Titel „And instead of fear?“ fortzuführen. Mit großer Spannung und vielen positiven Erwartungen wurden die acht Schülerinnen und Schüler und ihre beiden begleitenden Lehrerinnen am Bahnhof in Aulendorf empfangen, von wo es dann direkt zu den Familien nach Bad Saulgau ging.
Wie bereits während des Aufenthalts in Porto, im April des gleichen Jahres, drehte sich in dieser Woche alles um das Thema „Angst“. Den Anfang machten an den beiden ersten Tagen spannende Workshops. Den Einstieg bildete ein Workshop zum Überthema selbst. Hier setzten sich die Schülerinnen und Schüler – zunächst individuell – mit ihren Ängsten auseinander, bevor sie diese dann vorstellten und diskutierten. Dabei erkannten sie, dass viele Ängste nicht nur auf eine einzelne Person bezogen sind, sondern sich bei vielen verschiedenen Menschen wiederfinden lassen. Diese Erkenntnis zeigte auf, dass es durchaus hilft, über Ängste zu sprechen und in einem weiteren Schritt mögliche Methoden oder Handlungen zu entwickeln, die dazu beitragen können, Ängste zu überwinden. Weitere Workshops beschäftigten sich zum Beispiel mit der Nachhaltigkeit und der Angst, was passieren könnte, wenn unsere Natur, d.h. Flora und Fauna, verschwinden würde. Für dieses Thema war Bad Saulgau als „Hauptstadt der Biodiversität“ prädestiniert, es konnte ein Workshop direkt im Naturthemenpark stattfinden, wo die Gruppe auch herzlich vom Umweltbeauftragten der Stadt in einer kurzen Rede willkommen geheißen wurde. In einem dritten Workshop ging es um Angst vor Nationalismus und der Entwicklung einer Dystopie, in der das Erasmus-Programm nicht mehr existieren würde. Insgesamt wurde in dieser Woche der bereits etablierte interkulturelle und multilinguale Austausch, der in Portugal gestartet war, fortgesetzt.
Des Weiteren erkundeten die Schülerinnen und Schüler, gemeinsam mit ihren Lehrkräften, die Gegend in und um Bad Saulgau herum. Dazu gehörte eine Stadtführung zu den einzelnen Sehenswürdigkeiten innerhalb der Stadt, aber auch Ausflüge in die Umgebung. Beispielsweise wurde der Bodensee bei einem Spaziergang von Überlingen nach Unteruhldingen erkundet, wo dann die berühmten Pfahlbauten besucht und im Rahmen einer Führung erkundet wurden. Außerdem erfolgte ein Ausflug nach Ravensburg, wo die Schülerinnen und Schüler in zwei separaten Führungen in die Geschichte der Stadt, anhand des Humpis Quartiers, eingetaucht sind. Gemeinsame Erlebnisse der deutschen und portugiesischen Schülerinnen und Schüler, z. B. ein Public Viewing des ersten WM-Spiels von Portugal oder ein gemütlicher gemeinsamer Kegelabend, rundeten die Woche ab.
Am Samstag ging es dann bereits früh am Morgen nach Aulendorf, da die portugiesischen Austauschschülerinnen und Austauschschüler wieder nach Hause aufbrachen, wobei sie hier noch einen kurzen Zwischenstopp in Stuttgart einlegten, um die Landeshauptstadt zu besuchen. Wie bereits der Aufenthalt in Porto, verging diese Woche wie im Fluge und hat dennoch zahlreiche schöne Eindrücke und Erlebnisse hinterlassen, die so schnell nicht vergessen werden.
Nachhaltigkeit über Grenzen hinweg erleben: Austausch mit unserer Partnerschule in Frankreich
Störck-Gymnasium meets Ensemble scolaire St. AUBRIN Collège Victor de Laprade
Im Rahmen des Erasmus+-Programms nahmen 22 Schülerinnen und Schüler der Klassen 8 und 9 an einem Austausch mit unserer Partnerschule, dem Ensemble scolaire St. AUBRIN Collège Victor de Laprade, in Montbrison, Frankreich, teil. Im Mittelpunkt der Begegnung stand das Thema Nachhaltigkeit, das aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet und gemeinsam mit den französischen Partnerinnen und Partnern erforscht wurde.
Ziel des Austauschs war es, die Französischkenntnisse der Jugendlichen in authentischen Situationen anzuwenden und weiterzuentwickeln. Gleichzeitig bot das Projekt zahlreiche Gelegenheiten, interkulturelle Erfahrungen zu sammeln, neue Freundschaften zu knüpfen und gemeinsam an aktuellen gesellschaftlichen Fragestellungen zu arbeiten.
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf dem praktischen Erleben nachhaltigen Handelns. In einem Upcycling-Workshop setzten die Schülerinnen und Schüler kreative Ideen um und verwandelten ausgediente Materialien in dekorative und nützliche Gegenstände wie Vasen oder Stiftehalter. Dabei standen Teamarbeit, Kreativität und der bewusste Umgang mit Ressourcen im Vordergrund.
Einen weiteren Einblick in nachhaltiges Engagement erhielten die deutschen Teilnehmenden durch die Vorstellung der französischen „éco-délégués“. Die französischen Schülerinnen und Schüler präsentierten dieses Konzept der Schülervertretung für Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen und diskutierten anschließend gemeinsam mit ihren deutschen Gästen über vergleichbare Initiativen an ihrer Schule.
Auch außerhalb des Klassenzimmers bot das Programm spannende Lerngelegenheiten. Bei einer Exkursion zu einer regionalen Ölmühle, der Moulin de Massons, erfuhren die Jugendlichen mehr über lokale Lebensmittelproduktion, nachhaltige Landwirtschaft und die Bedeutung regionaler Wirtschaftskreisläufe. Die Führung verdeutlichte eindrucksvoll, wie eng Nachhaltigkeit, Kultur und regionale Identität miteinander verbunden sind.
Besonders intensiv setzten sich die Teilnehmenden im Rahmen eines Interviewprojekts mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinander. In gemischten deutsch-französischen Gruppen führten sie Interviews, verglichen unterschiedliche Sichtweisen und analysierten die Ergebnisse gemeinsam. Die gewonnenen Erkenntnisse bildeten die Grundlage für weiterführende Diskussionen darüber, wie nachhaltiges Handeln im eigenen Alltag und an den jeweiligen Schulen gestärkt werden kann.
Der Austausch hat nicht nur die sprachlichen und interkulturellen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler gefördert, sondern auch ihr Bewusstsein für nachhaltige Entwicklung geschärft. Die gemeinsamen Erfahrungen zeigen eindrucksvoll, wie europäische Zusammenarbeit junge Menschen dazu befähigt, Verantwortung für ihre Zukunft und ihre Umwelt zu übernehmen.
Das Klassenzimmer war bis auf den letzten Platz gefüllt, als Professor Dr. Michael Stephan seinen Vortrag über Entrepreneurship am Störck-Gymnasium hielt. Schülerinnen und Schüler der 11. Klasse, der J1 und der J2 hatten sich freiwillig eingefunden, um Einblicke in die Welt der Unternehmensgründungen und Startups zu bekommen. Auch wenn es oft einen anderen Eindruck mache, sei „das Umfeld für Gründungen in Deutschland ziemlich gut“ erklärte Stephan. Dies liege vor allem auch an den vielfältig vorhandenen Fördermitteln, die jungen Menschen zur Verfügung stünden. An den verschiedenen Hochschulen gibt es hierfür zielgerichtete Beratungsmöglichkeiten, erklärte der Wirtschaftsprofessor von der Universität Marburg. Nach einer kurzen quantitativen Einführung in die Gründerszene in Deutschland und einer begrifflichen Abgrenzung zwischen „Gründung“ und „Startup“ räumte er mit verschiedenen Mythen rund um das Thema Unternehmensgründung auf. „Es gibt kein Gründergen“, Gründen könne man lernen, erklärte Stephan. Dazu spielten verschiedenste Faktoren eine Rolle, unter anderem das persönliche Umfeld, aber auch Eigenschaften wie eine gewisse Leistungsorientierung. Schließlich berichtete Stephan von seinen eigenen Gründungserfahrungen, von Schwierigkeiten in Teams, dem richtigen oder falschen Timing und davon, dass man nicht immer eine innovative Idee brauche, sondern sich durchaus von Megatrends ganz praktisch leiten lassen dürfe. „Das Thema Nachhaltigkeit, aber auch der demografische Wandel bieten neben dem Voranschreiten der künstlichen Intelligenz enorme Potenziale“, sagte der Professor, „und in diesen Feldern liegen die Möglichkeiten praktisch auf der Straße“. Also: Nur Mut! Lang anhaltender Applaus rundete einen besonders inspirierenden Vortrag ab.
Um 18 Uhr am Freitag, dem 08. Mai 2026, begann für 43 Schülerinnen und Schüler der 8. und 9. Klassen des Störck-Gymnasiums Bad Saulgau und des Progymnasiums Bad Buchau zusammen mit ihren drei Lehrkräften die lange Reise mit dem Bus nach Südengland. Obwohl feststand, dass es eine lange und anstrengende Fahrt werden würde, war an Schlaf lange Zeit nicht zu denken, sodass Teile der Nacht zum Tag gemacht wurden. Insgesamt war es zwar eine lange, aber auch kurzweilige Fahrt, mit vielen Eindrücken, unter anderem die Fahrt mit der Fähre in den frühen Morgenstunden von Calais nach Dover über den Ärmelkanal. Am frühen Samstagnachmittag rollten wir endlich in Bournemouth ein – erschöpft, aber mit der Vorfreude, die frische Meeresluft und das Versprechen eines aufregenden Programms mit sich bringen. Von unserem Ankunftsort, der Cavendish School of English, ging es dann zu den Gastfamilien, bei denen wir die kommenden Tage verbringen würden.
„In mir drin wusste ich schon sehr lange, dass ich Medizin studieren wollte“, sagte Alina Tyborski in ihrem Vortrag vor Schülerinnen und Schülern des Störck-Gymnasiums vergangene Woche. Die angehende Ärztin referierte im Zuge ihrer Förderung der Stadt Bad Saulgau über Inhalte und Aufbau ihres Studiums. 2018 hatte sie Abitur gemacht, zunächst für den Rettungsdienst gearbeitet und schließlich eine Pflegeausbildung absolviert. Nach einem halben Jahr Arbeit auf einer Intensivstation konnte sie in Ulm einen Studienplatz für das Fach Humanmedizin ergattern. „Ihr seht also, dass man nicht unbedingt ein Abitur von 1,0 haben muss“, sagte sie schmunzelnd, „manchmal kann man auch über einen anderen Weg zum Ziel kommen“. Die Erfahrungen in Rettung und Pflege würden ihr jetzt immer wieder helfen. Wie die Vergabe von Studienplätzen funktioniert, aber auch welche zentralen Inhalte das Studium auszeichnen, waren die Hauptthemen ihres Vortrags. „Besonders begeistert hat mich, dass wir im Prep-Kurs eine ganze Leiche untersucht haben“. Das sei so faszinierend gewesen, dass man „oftmals das Drumherum vergessen“ hat, erklärte Tyborski. Neben der Anatomie seien Biochemie, Chemie, Physik, Physiologie, medizinische Terminologie, Psychologie und Soziologie wichtige Teildisziplinen der Medizin. Immer wieder baute sie Quizfragen ein, die die Schülerinnen und Schüler beantworteten, beispielsweise als es um Größe und Aufbau des menschlichen Herzens ging. Besonders interessiert zeigten sich die Zuhörerinnen und Zuhörer auch von den Informationen rund um das Studium. Bewerbung, Finanzierung und Organisation bildeten hier einen wertvollen Schwerpunkt. „Die Förderung der Stadt Bad Saulgau kann ich jedem nur empfehlen“, sagte Alina Tyborski. Schließlich könne man im Studium jeden Euro gut gebrauchen. „Und dass mein zukünftiger Lebensmittelpunkt hier sein könnte, kann ich mir natürlich sehr gut vorstellen“.
Flüsse, Gebirge, Städte und Regionen – beim bundesweiten DIERCKE Wettbewerb ging es wieder darum, sein geographisches Wissen über Deutschland und die Welt unter Beweis zu stellen. Erneut konnte Kilian Baumgartner, Klasse 9, den Schulsieg erringen und das Störck-Gymnasium in der zweiten Runde auf Landesebene vertreten. Zweiter wurde Vincent Kern. Beide bekamen von Regina KLiebhan von der Fachschaft Geographie ihre Preise überreicht. Der DIERCKE Wissen Wettbewerb zählt zu den renommiertesten Geographie Wettbewerben Deutschlands. Bislang haben über 8 Millionen Schülerinnen und Schüler daran teilgenommen. Ziel ist es, Mensch-Umwelt-Beziehungen in einen räumlichen Zusammenhang zu stellen und wissenschaftlich zu betrachten.
Unter dem Motto „Arena – gut überDACHt“ fand Europa-Park Dome die feierliche Landespreisverleihung des diesjährigen Schülerwettbewerbs Junior.ING statt. Die Ingenieurkammer Baden-Württemberg (INGBW) zeichnete dabei die kreativsten und technisch anspruchsvollsten Stadionmodelle von Schülerinnen und Schülern aus dem ganzen Bundesland aus. Mit ihrer am Schülerforschungszentrum Südwürttemberg Standort Bad Saulgau entwickelten, innovativen Idee „Sky of Leafs“ konnte sich das Störck-Duo Philip Bota / Benedikt Graf einen begehrten 3. Preis sichern. Mit insgesamt 505 eingereichten Modellen von 114 Schulen verzeichnete der Wettbewerb erneut eine beeindruckende Resonanz. Der Schülerwettbewerb Junior.ING ist ein zentraler Höhepunkt im Kalender der INGBW und dient als wichtiges Instrument der Nachwuchsförderung. Ziel ist es, jungen Menschen spielerisch das breite Aufgabenspektrum von Ingenieuren näherzubringen und die Begeisterung für MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) zu wecken. Der Wettbewerb verbindet dabei die Freude an der Kreativität mit den Herausforderungen des technischen Bauens.
Ein ganz besonderer Tag voller Spannung, Eleganz und großer Freude liegt hinter den Schülerinnen des Störck-Gymnasium. Gemeinsam mit der Gemeinschaftsschule Ertingen nahmen sie vergangene Woche im Rahmen des Wettbewerbs Jugend trainiert für Olympia am bundesoffenen Landesfinale der Rhythmischen Sportgymnastik in Fellbach-Schmiden teil.Die Rhythmische Sportgymnastik verbindet sportliche Höchstleistung mit Ausdruck, Körperbeherrschung und Kreativität. Ob mit Ball, Reifen, Seil oder Keulen – die Teilnehmerinnen begeistern durch harmonische Choreografien und präzise Bewegungsabläufe. Für die Schülerinnen des Störck-Gymnasiums war der Wettkampf dabei eine ganz neue und aufregende Erfahrung: In der Halle des Landesstützpunktes der Rhythmischen Sportgymnastinnen durften sie mit dem Handgerät Seil erstmals echte Wettkampfatmosphäre erleben.Schon am Vormittag sorgten die hochklassigen Einzelküren in einem starken Teilnehmerfeld für staunende Gesichter und beeindruckende Momente. Am Nachmittag gehörte die Bühne schließlich den Gruppen, die mit viel Leidenschaft, Konzentration und Teamgeist ihr Können präsentierten.Der große Einsatz und die intensive Vorbereitung wurden am Ende des Tages auf besondere Weise belohnt: Unter großem Beifall durfte das Team der Startgemeinschaft Störck-Gymnasium Bad Saulgau / GMS Ertingen das Siegerpodest betreten und sich als Landessieger feiern lassen.Ein großartiger Erfolg, zu dem wir herzlich gratulieren!
Mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus über 13 000 Schulen zählt der Känguru Wettbewerb zu den renommiertesten Mathematikwettbewerben Deutschlands. Auch in diesem Jahr galt es für die Jungmathematiker, eine Vielzahl an kniffligen Herausforderungen zu bewältigen. Besonders gut gelang dies den Fünftklässlern Merle Obert, Konrad Birkler, Johann Kleinheinz und Leonardo Pereira Fragoso, die jeweils einen 2. Preis erzielten, sowie Neo Ils und Amalia Härle mit jeweils einem dritten Preis. Jakob Hecht aus der 6c sicherte sich ebenso wie Nora Cret aus der 7b einen zweiten Preis, während ihre Klassenkameraden Letizia Scholz und Jakob Mutschler jeweils mit einem dritten Preis bedacht wurden. Der größte Kängurusprung, also die höchste Anzahl richtig gelöster Aufgaben am Stück, gelang Konrad Birkler mit sagenhaften 17 richtigen Antworten in Serie. Insgesamt hatten knapp 100 Schülerinnen und Schüler des Störck-Gymnasiums teilgenommen. Die zehn Preisträger bekamen ihre Urkunden sowie wertvolle Sachpreise von Mathematik Fachschaftsprecher Matthias Schweizer überreicht. Herzlichen Glückwunsch!