Mit einem festlichen Abiball haben die 35 Abiturienten des Störck-Gymnasiums vergangenen Samstag ihr bestandenes Abitur gefeiert. Unter dem Motto „Abivegas – um jeden Punkt gepokert“ hatten sie ins Stadtforum geladen. In ihrer Rede dankte Stufensprecherin Jenna Striegel neben ihren Mitschülern und den Eltern vor allem auch den Lehrern für ihren Einsatz. Ähnliche Worte fand auch Bürgermeister Raphael Osmakowski-Miller, der neben der Gratulation für die Erreichung eines echten Meilensteins die Wichtigkeit der Lehrer für die Heranwachsenden herausstrich und darüber hinaus einen wertvollen Ratschlag für die Absolventen bereithielt. „Verzeiht euren Eltern“, sagte er, „auch wenn sie manchmal nicht die richtigen Worte gefunden haben. „Sie wollen nur euer Bestes“, ergänzte er und zog Parallelen zu seinem eigenen Familienleben. In seiner anschließenden Rede würdigte Schulleiter Stefan Oßwald den Jahrgang als „hervorragend“. Es hätten „6 Schülerinnen und Schüler mit einer 3, 13 Schülerinnen und Schüler mit einer 2 und 16 Schülerinnen und Schüler mit einer 1 vor dem Komma, das Ziel erreicht“, sagte er ohne erwähnte, dass gleich viermal der „Traumschnitt von 1,0 erzielt“ wurde, nämlich von Simona Dreher, Antonia Dobe, Anita Henkel, Julia Prasser, was „über 11 Prozent des gesamten Jahrgangs“ entspricht. Auch auf das Abimotto nahm Oßwald Bezug. Beim Pokern bekomme man ein Blatt auf die Hand, die Voraussetzung für das Spiel. Ebenso sei das auch in der Schule. „Niemand entscheidet selbst darüber, in welche Familie sie oder er geboren wird, welche Talente sie oder er mitbringt oder welche Hindernisse ihr oder ihm begegnen“. Entscheidend sei „nicht allein die Hand, die man bekommt, entscheidend ist, was man daraus macht“, führte der Schulleiter aus. Für die Zukunft wünschte er den frisch gebackenen Abiturienten „Geduld, Augenmaß, Zufriedenheit, Reife, den Blick dabei nach vorne zu richten, Unschönes im Leben auch hinter Euch lassen zu können, Risikobereitschaft, Glück und ganz viel Erfolg“. Anschließend bekamen die Abiturienten zahlreiche Preise und schließlich ihre Abiturzeugnisse überreicht. Mit humoristischen Einlagen und einem festlichen Buffet klang der Abend schließlich gemütlich aus.
Liste der Abiturientinnen und Abiturienten:
Joud Abou Hashesh, Vincent Beikircher, Lara Brendle, Kim Broschke, Giuliana Bruno, Li Shan Chen, Luis Denner, Antonia Dobe, Simona Dreher, Maren Eisele, Hannah Friedmann, Adrian Fürst, Johannes Gebhart, Leonie Geiger, Sabrina Heinz, Anita Henkel, Selina Hiller, Nina Jocher, Romeo Jovanovic, Amely Kehle, Josefa Kerle, Anna Krumm, Linda Krumm, Emilia Laub, Niklas Metzger, Johanna Müller, Pauline Nußbaumer, Julia Prasser, Paula Riegger, Sude-Meryem Satici, Finia Schnell, Jenna Striegel, Lisa Stumpp, Rana Türkmen, Lina Weizenegger, Heike Widmann, Benedikt Zimmerer
Preise und Auszeichnungen
Online-Stipendium von e-fellows.net: Vincent Beikircher, Antonia Dobe, Simona Dreher, Adrian Fürst, Anita Henkel, Emilia Laub, Niklas Metzger, Julia Prasser, Finia Schnell, Rana Türkmen, Heike Widmann, Benedikt Zimmerer. Paul-Schempp-Preis für hervorragende Leistungen im Fach ev. Religionslehre: Niklas Metzger. Abiturpreis der Deutschen Gesellschaft für Philosophie und Ethik: Emilia Laub, Rana Türkmen. Abiturpreis Ökonomie der Volksbank/Raiffeisenbank Bad Saulgau für herausragende Leistungen im Fach Wirtschaft: Julia Prasser. Preis des Vereins für Socialpolitik für hervorragende Leistungen in den Gesellschaftswissenschaften: Simona Dreher. Schulpreis Ökonomie des Verbandes Südwestmetall Ba-Wü: Julia Prasser. Preis des Vereins der Freunde des Störck-Gymnasiums für ausgezeichnete Leistungen in den Gesellschaftswissenschaften: Antonia Dobe. Abiturpreis der Deutschen Physikalischen Gesellschaft: Adrian Fürst. Karl-von-Frisch-Preis Biologie: Julia Prasser. Schulpreis für hervorragende Leistungen im Fach Biologie: Simona Dreher, Adrian Fürst. Scheffelpreis der Literarischen Gesellschaft: Simona Dreher. Schulpreis für das beste Deutsch-Abitur: Vincent Beikircher, Antonia Dobe, Adrian Fürst, Anita Henkel, Emilia Laub, Julia Prasser, Rana Türkmen. Abiturpreis der Stiftung Humanismus Heute für hervorragende Leistungen im Fach Latein: Vincent Beikircher, Sabrina Heinz, Anna Krumm, Linda Krumm, Niklas Metzger, Rana Türkmen. Hort-Reinert-Abiturpreis für besonderes Engagement für die deutsch-französische Freundschaft: Antonia Dobe, Anita Henkel. Preis des Elternbeirats für ausgezeichnete Leistungen in den modernen Fremdsprachen: Antonia Dobe. Landessportpreis Baden-Württemberg 2026 für hervorragende Leistungen im Abiturfach Sport: Finia Schnell. Otto-Dix-Preis für herausragende Leistungen im Fach BK: Anita Henkel. Abiturpreis der Deutschen Mathematischen Vereinigung: Anita Henkel. Schulpreis des Störck-Gymnasiums und der Stadt Bad Saulgau: Heike Widmann, Rana Türkmen, Benedikt Zimmerer, Niklas Metzger, Finia Schnell, Vincent Beikircher, Adrian Fürst, Emilia Laub, Simona Dreher, Antonia Dobe, Anita Henkel, Julia Prasser
Im Zuge ihrer Ausbildung zu Umweltmentorinnen haben Sara Demircioglu und Alexa Cramer aus der 8b ihre Klasse über die Vorteile regenerativer Energien informiert. Hierzu organisierten sie eine Schnitzeljagd, begleitet von Regina Kliebhan und Johannes Koch, nach Renhardsweiler zu den drei Windrädern. Unterwegs gab es allerhand knifflige Aufgaben rund um das Thema Nachhaltigkeit und Klimaschutz zu lösen. Immer wieder beantworteten die beiden auch Nachfragen zu diesen so wichtigen Bereichen, die auch im Bildungsplan unter der Leitperspektive BNE, also Bildung für nachhaltige Entwicklung eingewoben wurden. Diese orientiert sich am gleichnamigen Bildungskonzept der Vereinten Nationen, das Menschen dazu befähigt, zukunftsfähig zu denken und zu handeln. Es vermittelt das Wissen, wie eigene Entscheidungen soziale, ökologische und ökonomische Auswirkungen auf die Welt haben, um aktiv Lösungen für globale Herausforderungen zu gestalten.
Zuwachs in Sachen Bildungspartnerschaften des Störck-Gymnasiums: Am vergangenen Mittwoch konnte der Vertrag mit einem neuen Bildungspartner, dem Debeka Versicherungsverein a.G., unterzeichnet werden. Bereits im März war in einer 9. Klasse ein kleines Pilotprojekt durch die Debeka-Vertreter Peter Scholtes und Simon Hagmann durchgeführt worden, das in gleicher oder ähnlicher Form als regelmäßige Veranstaltung mit Bezug zum Bildungsplan im Bereich Wirtschaft etabliert werden soll. Seit vielen Jahren pflegt das Störck-Gymnasium unter der Leitung von Oberstudienrätin Claudia Boss Kontakte zu Partnern aus verschiedensten Branchen. So profitieren Schülerinnen und Schüler aller Altersstufen vom hervorragenden Netzwerk des Gymnasiums. Die Debeka ist eine deutsche Versicherungsgruppe mit Hauptsitz in Koblenz. Sie umfasst unter anderem eine private Krankenversicherung, eine Bausparkasse und die Debeka BKK als Krankenkasse – willkommen an Bord!
Wer kann auf Anhieb zwei in Europa liegende Zwergstaaten nennen? Wer weiß, wie tief der Bodensee an seiner tiefsten Stelle ist und wem fallen spontan zwei Länder ein, durch die der Amazonas oder einer seiner Nebenflüsse fließt? Fragen wie diese standen im Mittelpunkt des renommierten Geographiewettbewerbs Diercke WISSEN Junior 2026, an dem auch in diesem Schuljahr wieder die Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 5 und 6 des Störck-Gymnasiums teilgenahmen. Am Dienstag, den 30. Juni, wurden nun die Preisträgerinnen und Preisträger des Wettbewerbs bekannt gegeben. Bei den Klassen 5 landete Alissa Haar auf Platz 3, Zweiter wurde Mats Obert und Vito Renda landete ganz oben auf dem Treppchen. In der Klassenstufe 6 teilten sich Levi Hipp und Sophie Walter den dritten Platz, davor sicherte sich Erik Fränkel Platz zwei hinter Arno Beller auf Platz eins. Herzlichen Glückwunsch an die jungen Geographinnen und Geographen!
Frau Reck und Frau Fies besuchen das Collège Jean XXIII in Metz
Ce ne sont pas les traités qui font l’amitié ! – Es sind nicht die Vertäge, die die Freundschaft ausmachen !
Unter diesem Motto machten sich zwei Kolleginnen der Französischfachschaft am 24. Juni 2026 auf in die Region Grand Est, um jenseits des Rheins die schöne Stadt Metz und das Collège Jean XXIII kennen zu lernen.

Bereits seit Ende des letzten Schuljahres pflegen Frau Grecht, Frau Pevny-Steinhart und Frau Reck mit ihren Französischklassen einen Briefkontakt mit den Schülerinnen und Schülern der dortigen Deutschlerner. Um vielleicht irgendwann echte Begegnungen zu ermöglichen, trafen sich nun Frau Reck und Frau Fies in Metz zu einem „vorbereitenden Besuch“ im Rahmen des Erasmus-Programms mit der engagierten Deutschlehrerin Isabelle Urban. Sie lernten das Collège kennen, das sich wie die weiteren Teilkomplexe École primaire, lycée und Pôle supérieur in einem ehemaligen Jesuitenkloster befindet und so eine sehr besondere und ehrwürdige Atmosphäre bietet. Nach einem Rundgang durch die Schule zeigten Frau Reck und Frau Fies den französischen Schülerinnen und Schülern an ihrem letzten Schultag eine Videobotschaft, in der die Klasse 7b ihre Lieblingsorte am Störck-Gymnasium vorstellten. Dafür konnten die Französischlehrerinnen dann wieder Briefe für ihre Störck-Schüler mit nach Bad Saulgau nehmen.
Bei einem Treffen mit dem Chef d’établissement M. Rehlinger hatten die Lehrerinnen die Möglichkeit vorzustellen, wie ein eventueller Schüleraustausch in Zukunft aussehen könnte. Von beiden Seiten konnten mehrere Möglichkeiten ausgelotet werden – immer mit der wohlwollenden Perspektive im Hintergrund, den Nachbarn kennen lernen zu wollen, auch wenn noch keine Entscheidungen feststehen.
Natürlich bot sich beim Besuch auch die Gelegenheit, die Stadt Metz kulturell und kulinarisch ein wenig zu erkunden. Am Donnerstag zeigte sich dabei die Kathedrale von Metz im Rahmen der Lichtershow La cathédrale en lumière hell erleuchtet und die Lehrerinnen konnten den rundum gelungenen Besuch bei einer lauen Sommernacht und regem Austausch en français et en allemand ausklingen lassen.
Einen detaillierten Einblick in Geschäftsmodell und Produktion haben die 34 Schülerinnen und Schüler der Leistungsfächer Wirtschaft J1 des Störck-Gymnasiums vergangene Woche bei der Firma KNOLL erhalten. Michael Kössler, der einen Key Account verantwortet, zeigte in einer kurzen Präsentation zunächst einen geschichtlichen Abriss der Firma von der Gründung durch Walter Knoll bis in die Gegenwart. Anschließend stellte er verschiedene Produkte und die strategische Ausrichtung des Maschinenbauers vor, bevor ein knapp anderthalbstündigen Rundgang durch die Produktion den Besuch abrundete. Besonders begeistert zeigten sich die Schülerinnen und Schüler hierbei von der Struktur, den klaren Abläufen in der Produktion. Der Knoll Highway, wie die Hauptproduktionsstraße mitunter genannt wird, war schon durch seine riesigen Ausmaße besonders beeindruckend. Während des Durchgangs konnten immer wieder Fragen gestellt werden, die allesamt vollumfänglich beantwortet wurden. Ein wirklich informativer und interessanter Vormittag!
Das Überwinden der Angst („And instead of fear?“) – Teil 2
Das Wiedersehen in Bad Saulgau: Störck-Gymnasium Bad Saulgau meets Agrupamento de Escolas de Canelas, Vila Nova de Gaia
Am 14. Juni 2026 war es endlich soweit, die portugiesischen Austauschpartnerinnen und Austauschpartner der Schülerinnen und Schüler der Erasmus AG kamen in Bad Saulgau an, um das Projekt mit dem Titel „And instead of fear?“ fortzuführen. Mit großer Spannung und vielen positiven Erwartungen wurden die acht Schülerinnen und Schüler und ihre beiden begleitenden Lehrerinnen am Bahnhof in Aulendorf empfangen, von wo es dann direkt zu den Familien nach Bad Saulgau ging.
Wie bereits während des Aufenthalts in Porto, im April des gleichen Jahres, drehte sich in dieser Woche alles um das Thema „Angst“. Den Anfang machten an den beiden ersten Tagen spannende Workshops. Den Einstieg bildete ein Workshop zum Überthema selbst. Hier setzten sich die Schülerinnen und Schüler – zunächst individuell – mit ihren Ängsten auseinander, bevor sie diese dann vorstellten und diskutierten. Dabei erkannten sie, dass viele Ängste nicht nur auf eine einzelne Person bezogen sind, sondern sich bei vielen verschiedenen Menschen wiederfinden lassen. Diese Erkenntnis zeigte auf, dass es durchaus hilft, über Ängste zu sprechen und in einem weiteren Schritt mögliche Methoden oder Handlungen zu entwickeln, die dazu beitragen können, Ängste zu überwinden. Weitere Workshops beschäftigten sich zum Beispiel mit der Nachhaltigkeit und der Angst, was passieren könnte, wenn unsere Natur, d.h. Flora und Fauna, verschwinden würde. Für dieses Thema war Bad Saulgau als „Hauptstadt der Biodiversität“ prädestiniert, es konnte ein Workshop direkt im Naturthemenpark stattfinden, wo die Gruppe auch herzlich vom Umweltbeauftragten der Stadt in einer kurzen Rede willkommen geheißen wurde. In einem dritten Workshop ging es um Angst vor Nationalismus und der Entwicklung einer Dystopie, in der das Erasmus-Programm nicht mehr existieren würde. Insgesamt wurde in dieser Woche der bereits etablierte interkulturelle und multilinguale Austausch, der in Portugal gestartet war, fortgesetzt.
Des Weiteren erkundeten die Schülerinnen und Schüler, gemeinsam mit ihren Lehrkräften, die Gegend in und um Bad Saulgau herum. Dazu gehörte eine Stadtführung zu den einzelnen Sehenswürdigkeiten innerhalb der Stadt, aber auch Ausflüge in die Umgebung. Beispielsweise wurde der Bodensee bei einem Spaziergang von Überlingen nach Unteruhldingen erkundet, wo dann die berühmten Pfahlbauten besucht und im Rahmen einer Führung erkundet wurden. Außerdem erfolgte ein Ausflug nach Ravensburg, wo die Schülerinnen und Schüler in zwei separaten Führungen in die Geschichte der Stadt, anhand des Humpis Quartiers, eingetaucht sind. Gemeinsame Erlebnisse der deutschen und portugiesischen Schülerinnen und Schüler, z. B. ein Public Viewing des ersten WM-Spiels von Portugal oder ein gemütlicher gemeinsamer Kegelabend, rundeten die Woche ab.
Am Samstag ging es dann bereits früh am Morgen nach Aulendorf, da die portugiesischen Austauschschülerinnen und Austauschschüler wieder nach Hause aufbrachen, wobei sie hier noch einen kurzen Zwischenstopp in Stuttgart einlegten, um die Landeshauptstadt zu besuchen. Wie bereits der Aufenthalt in Porto, verging diese Woche wie im Fluge und hat dennoch zahlreiche schöne Eindrücke und Erlebnisse hinterlassen, die so schnell nicht vergessen werden.
Nachhaltigkeit über Grenzen hinweg erleben: Austausch mit unserer Partnerschule in Frankreich
Störck-Gymnasium meets Ensemble scolaire St. AUBRIN Collège Victor de Laprade
Im Rahmen des Erasmus+-Programms nahmen 22 Schülerinnen und Schüler der Klassen 8 und 9 an einem Austausch mit unserer Partnerschule, dem Ensemble scolaire St. AUBRIN Collège Victor de Laprade, in Montbrison, Frankreich, teil. Im Mittelpunkt der Begegnung stand das Thema Nachhaltigkeit, das aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet und gemeinsam mit den französischen Partnerinnen und Partnern erforscht wurde.
Ziel des Austauschs war es, die Französischkenntnisse der Jugendlichen in authentischen Situationen anzuwenden und weiterzuentwickeln. Gleichzeitig bot das Projekt zahlreiche Gelegenheiten, interkulturelle Erfahrungen zu sammeln, neue Freundschaften zu knüpfen und gemeinsam an aktuellen gesellschaftlichen Fragestellungen zu arbeiten.
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf dem praktischen Erleben nachhaltigen Handelns. In einem Upcycling-Workshop setzten die Schülerinnen und Schüler kreative Ideen um und verwandelten ausgediente Materialien in dekorative und nützliche Gegenstände wie Vasen oder Stiftehalter. Dabei standen Teamarbeit, Kreativität und der bewusste Umgang mit Ressourcen im Vordergrund.
Einen weiteren Einblick in nachhaltiges Engagement erhielten die deutschen Teilnehmenden durch die Vorstellung der französischen „éco-délégués“. Die französischen Schülerinnen und Schüler präsentierten dieses Konzept der Schülervertretung für Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen und diskutierten anschließend gemeinsam mit ihren deutschen Gästen über vergleichbare Initiativen an ihrer Schule.
Auch außerhalb des Klassenzimmers bot das Programm spannende Lerngelegenheiten. Bei einer Exkursion zu einer regionalen Ölmühle, der Moulin de Massons, erfuhren die Jugendlichen mehr über lokale Lebensmittelproduktion, nachhaltige Landwirtschaft und die Bedeutung regionaler Wirtschaftskreisläufe. Die Führung verdeutlichte eindrucksvoll, wie eng Nachhaltigkeit, Kultur und regionale Identität miteinander verbunden sind.
Besonders intensiv setzten sich die Teilnehmenden im Rahmen eines Interviewprojekts mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinander. In gemischten deutsch-französischen Gruppen führten sie Interviews, verglichen unterschiedliche Sichtweisen und analysierten die Ergebnisse gemeinsam. Die gewonnenen Erkenntnisse bildeten die Grundlage für weiterführende Diskussionen darüber, wie nachhaltiges Handeln im eigenen Alltag und an den jeweiligen Schulen gestärkt werden kann.
Der Austausch hat nicht nur die sprachlichen und interkulturellen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler gefördert, sondern auch ihr Bewusstsein für nachhaltige Entwicklung geschärft. Die gemeinsamen Erfahrungen zeigen eindrucksvoll, wie europäische Zusammenarbeit junge Menschen dazu befähigt, Verantwortung für ihre Zukunft und ihre Umwelt zu übernehmen.
Das Klassenzimmer war bis auf den letzten Platz gefüllt, als Professor Dr. Michael Stephan seinen Vortrag über Entrepreneurship am Störck-Gymnasium hielt. Schülerinnen und Schüler der 11. Klasse, der J1 und der J2 hatten sich freiwillig eingefunden, um Einblicke in die Welt der Unternehmensgründungen und Startups zu bekommen. Auch wenn es oft einen anderen Eindruck mache, sei „das Umfeld für Gründungen in Deutschland ziemlich gut“ erklärte Stephan. Dies liege vor allem auch an den vielfältig vorhandenen Fördermitteln, die jungen Menschen zur Verfügung stünden. An den verschiedenen Hochschulen gibt es hierfür zielgerichtete Beratungsmöglichkeiten, erklärte der Wirtschaftsprofessor von der Universität Marburg. Nach einer kurzen quantitativen Einführung in die Gründerszene in Deutschland und einer begrifflichen Abgrenzung zwischen „Gründung“ und „Startup“ räumte er mit verschiedenen Mythen rund um das Thema Unternehmensgründung auf. „Es gibt kein Gründergen“, Gründen könne man lernen, erklärte Stephan. Dazu spielten verschiedenste Faktoren eine Rolle, unter anderem das persönliche Umfeld, aber auch Eigenschaften wie eine gewisse Leistungsorientierung. Schließlich berichtete Stephan von seinen eigenen Gründungserfahrungen, von Schwierigkeiten in Teams, dem richtigen oder falschen Timing und davon, dass man nicht immer eine innovative Idee brauche, sondern sich durchaus von Megatrends ganz praktisch leiten lassen dürfe. „Das Thema Nachhaltigkeit, aber auch der demografische Wandel bieten neben dem Voranschreiten der künstlichen Intelligenz enorme Potenziale“, sagte der Professor, „und in diesen Feldern liegen die Möglichkeiten praktisch auf der Straße“. Also: Nur Mut! Lang anhaltender Applaus rundete einen besonders inspirierenden Vortrag ab.