Bretter, die die Welt bedeuten: Unsere Theater AG inszeniert eigene Stücke

Geschrieben von Johannes Koch am .

Unter dem Titel „Mit uns ist nicht gut Pizza essen“ haben sieben Schülerinnen des Störck-Gymnasiums der Theaterklasse Judith Dreyer am vergangenen Mittwoch zwei temporeiche Stücke aus eigener Feder auf die Bühne des Jungen Kunsthauses gebracht. Die beiden unabhängigen, über die Figuren jedoch raffiniert verknüpften Szenen zeigten typische Irrungen und Verwirrungen des Alltags von Familien. Das gemeinsame Essen von Pizza der Familienmitglieder wurde zu Beginn karikiert. Während die stolze Vanessa nur Mode und ihre Frisur im Sinn hatte, interessierte sich die eher introvertierte Helena eher für Kunst und das Malen an sich. Die vernünftige Melina versuchte mit großem Eifer, aber doch letztlich weitgehend erfolglos, zwischen den Parteien zu vermitteln. Nach und nach verließen jedoch die Familienmitglieder den Tisch, teilweise im Streit. Die Authentizität, mit der die jungen Darstellerinnen Streit und Missgunst, aber auch den Versuch, sich zusammenzureißen, spielten, war mitunter verblüffend. Hier merkte man, dass Anita Henkel, Antonia Dobe, Emilia Munding, Angelina Laue, Anna Krumm, Linda Krumm und Selin Tunc monatelang an ihrer Aufführung gearbeitet hatten. Immer wieder hatten die Autorinnen Anita Henkel und Antonia Dobe einzelne Passagen umgeschrieben und neue Figuren entwickelt. Es hat sich gelohnt. Bleibt zu hoffen, dass das Ensemble, das bereits beim Musischen Abend überzeugen konnte, zusammenbleibt und mit Judith Dreyer noch viele weitere Stücke auf die Bühne bringt.

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