Schriftliches Abi unter Pandemiebedingungen

Geschrieben von Johannes Koch am .

Schriftliches Abitur beginnt unter Pandemiebedingungen mit dem Fach Deutsch
Werkvergleich zwischen Hermann Hesses Steppenwolf und ETA Hoffmanns Goldenem Topf

Für die 42 Schüler der Jahrgangsstufe 2 des Störck-Gymnasiums hat am Dienstag die Phase der schriftlichen Abiturprüfungen begonnen. Traditionell stand als erstes Prüfungsfach Deutsch an. Im Zuge der Oberstufenreform war es den Schülern dieses Jahrgangs zum ersten Mal möglich, zu wählen, ob sie Deutsch als Leistungsfach mit schriftlicher Prüfung oder Basisfach mit mündlicher Prüfung belegen möchten. 21 Schüler wählten das Leistungsfach und fanden sich eine halbe Stunde vor Prüfungsbeginn in der Stadthalle ein. „Die derzeitigen Pandemiebestimmungen haben uns dazu veranlasst, die Prüfungen allesamt dort schreiben zu lassen“, erklärt Schulleiter Stefan Oßwald und Matthias Schweizer, verantwortlich für die Organisation des Abiturs am Störck, ergänzt: „Die Abstandsregeln hätten wir sonst nicht einhalten können“. Wer einem Selbsttest zustimmte, konnte direkt in der Stadthalle schreiben, wer den Test verweigerte, hatte die Möglichkeit, im Foyer zu schreiben. Von dieser Option machten zwei Schüler Gebrauch. Thematisch war das Aufgabenspektrum breit gefächert. Die Schüler konnten zwischen drei Aufgaben wählen und eine davon dann schließlich bearbeiten. Besonders aktuell war hierbei die Themenstellung im Bereich des Werkvergleichs. Im Zentrum der Aufgabe stand der Aspekt der Selbst- oder Fremdbestimmung. „Die Frage, inwieweit das eigene Leben selbstbestimmt ist, sollte anhand der Hauptfiguren des ‚Steppenwolf‘ von Hermann Hesse und E.T.A. Hoffmanns ‚Der Goldene Topf‘ überprüft und abgeklopft werden“, erklärt Jürgen Trost-Witschard, der den Deutsch Leistungskurs zum Abitur geführt hat. Auch der Gedichtvergleich aus dem Bereich Reiselyrik bot den Schülern viele Möglichkeiten, Bezug auf aktuelle Fragestellungen zu nehmen. Friedrich Schlegels romantisches „Wanderlust“ und „Fahrten“ von Stefan Zweig standen zum interpretierenden Vergleich. Aufgabe drei befasste sich mit dem Thema Digitalisierung. Anhand eines Textes über die Problematik, dass das Internet nichts vergesse, sollten Perspektiven für einen sorgsamen Umgang mit den so genannten sozialen Medien kritisch erörtert werden. Am Donnerstag geht es für die Abiturienten weiter mit Physik, am Freitag folgen Gemeinschaftskunde, Geschichte und Wirtschaft.

 

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