Professor Stephan referiert über den Brexit

Geschrieben von Johannes Koch am .

Es ist ein Themenkomplex, der viele Menschen in Europa elektrisiert: der Brexit. Grund genug für die beiden Neigungskurse Wirtschaft am Störck-Gymnasium, Professor Michael Stephan von der Uni Marburg zu einem Impulsvortrag zu diesem Thema einzuladen. Nach einer kurzen Einführung in die Chronologie des geplanten Brexit und die Grundlagen des Binnenmarktes der EU erklärte Stephan die unmittelbaren, aber auch die langfristigen Folgen für Großbritannien und die EU, die mit dem Brexit zu erwarten seien. „Bisher haben transnationale Unternehmen aus Nordamerika oder dem asiatischen Raum, die Zugang zum europäischen Markt suchten, sich gerne in Großbritannien niedergelassen, schon allein wegen der geringen sprachlichen und kulturellen Barrieren“, so Stephan. Diese Firmen werden nun überlegen, wo sie sich in Zukunft positionieren, um weiter im Binnenmarkt vertreten zu sein. Auch wenn noch nicht klar sei, ob es zu einem harten oder weichen Brexit kommen werde, eine zu große wirtschaftliche Annäherung zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich halte er für ausgeschlossen, schließlich würde das auch Länder wie die Schweiz oder Norwegen auf den Plan rufen, die dann auch mehr Vorzüge genießen wollten, ohne allerdings Teil der EU zu sein, ganz zu schweigen von EU-Mitgliedern, die sich dann Großbritannien zum Vorbild nehmen könnten. Aber bereits die Unsicherheit, die nun bezüglich der zukünftigen Beziehung zwischen Großbritannien und der EU herrsche, habe der britischen Wirtschaft seit 2016 enorm geschadet. Und nicht nur dieser, natürlich habe der Brexit auch politische Auswirkungen. Die Folgen für die europäische Idee, die nicht zuletzt neben wirtschaftlicher Wohlfahrt einem ganzen Kontinent vor allem auch Frieden gebracht hat, wären auch noch einen Blick wert gewesen, führte Michael Stephan aus, „weil ja die EU mehr ist als ein großer Markt, sondern vielmehr eine Wertegemeinschaft“, aber das würde den Rahmen sprengen. Die Schüler der beiden Neigungskurse zeigten sich begeistert von den Einblicken, die sie durch den Vortrag in die Grundzüge des Brexit erhalten haben. Sie stellten nicht nur einige Fragen zur Vertiefung, sondern spendeten am Ende langanhaltenden Applaus.

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