Schüler pflanzen mehr als 1200 Bäume

Geschrieben von Johannes Koch am .

Im Zuge des Stadtjubiläums haben Schüler der Bad Saulgauer Schulen mehr als 1200 Bäume gepflanzt. Drei Tage lang waren abwechselnd Schüler des Störck-Gymnasiums und des Walter Knoll Schulverbunds mit jeweils einer Grundschulklasse und Förster Harald Müller im Bernhauser Wald unterwegs, haben ideale Stellen für die jungen Setzlinge gesucht und diese schließlich mit Spaten, Schaufeln und den eigenen Händen in den lockeren Waldboden gepflanzt. „Die Idee zu dieser Aktion kam uns im vergangenen Sommer“, erklärt Stefan Oßwald, Schulleiter des Störck-Gymnasiums, den Hintergrund. „Wir wollten mit der jungen Generation nicht nur über Nachhaltigkeit reden, sondern gemeinsam anpacken“. Jürgen Trost-Witschard, der die Aktion organisiert hat, ergänzt: „Es geht letztlich darum, etwas zu bewirken, gerade mit Blick auf die nächsten 1200 Jahre“. Bei der Stadt sei die Idee sofort auf offene Ohren gestoßen. Nach intensiver Suche sei man mit Förster Harald Müller auf ein Waldstück nahe Bernhausen gekommen, das genügend Raum für die 1200 Buchen, 120 Weißtannen und zwölf Eiben bietet. „Es ist wichtig, unterschiedliche Baumarten zu pflanzen“, erklärte Harald Müller den Schülern. Seit den 80er und 90er Jahren des 20. Jahrhunderts sind häufig sehr viele Fichten gepflanzt worden, auch da, wo vorher Buchen standen. So hat sich der Buchenbestand deutlich verkleinert. Fichten wachsen doppelt so schnell wie Buchen. „Andererseits sind sie auch wesentlich anfälliger für Käferbefall“, so Müller. Zudem könnten klimatische Veränderungen dem Fichtenwald schwer zusetzen. Bei einem allgemeinen Temperaturanstieg um 2° C könnten viele Fichten sterben. Auch der noch junge Wald im Distrikt 3 „Bernhauser Holz“ des Stadtwalds Bad Saulgau weist einen großen Fichtenbestand auf. Deshalb sei er für die Pflanzaktion praktisch ideal. Schließlich müsse sich in Zeiten des Klimawandels auch der Wald in seiner Struktur anpassen, um den wertvollen Rohstoff Holz für die Zukunft zu sichern. Dies gilt nicht nur für den Baumbestand an sich, sondern auch für die Art der Nutzung. Man habe sich in Bad Saulgau dazu entschieden, größere Abstände zwischen den Rückegassen zu lassen, damit der Wald bei Arbeiten möglichst wenig in Mitleidenschaft gezogen wird. Diese Gassen wurden jetzt auch von den Schülern eifrig genutzt, um die Baumsetzlinge und das Werkzeug an Ort und Stelle transportieren zu können. „Das hat richtig Spaß gemacht“, resümierte eine Elftklässlerin am Ende eines wirklich außergewöhnlichen Schultags.

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