„Die schillernde Farbkraft und die Energie sich zu entfalten“

Geschrieben von Johannes Koch am .

Schüler stellen Ergebnisse kreativer Schreibprozesse vor

Eine knappe Stunde voller intensiver literarischer Texte haben die acht Schüler des Deutsch Exzellenzkurses unter der Leitung von Claudia Boss vergangenen Freitag im Zentrum Störck geboten. Dabei gewährten Elisa Dirlewanger, Nora Härle, Leonie Müller, Severin Müller, Leonie Oswald, Franka Schall, Magdalena Schenk und Diana Stadler den gut 70 Zuhörern im voll besetzen Raum zum Teil sehr persönliche Einblicke in ihre jugendlichen Lebenswelten. „Doch es gibt diese Tage, an denen unerwartet dunkle, graue, schwere, nahezu unbezwingbare Wolken über dem sonst so friedlichen Himmel auftauchen“, las Elisa Dirlewanger aus ihrem Gedicht, dem sie eine Wetter-Metaphorik zugrunde legte, um für die Zuhörer einen Zugang zur Thematik schwieriger Lebenssituationen zu schaffen. Überhaupt überwogen die nachdenklich-reflexiven Momente unter den zwischen Prosa, Lyrik und Essayistik pendelnden Texten. „Worte hinterlassen langwierige tiefe Wunden“, hieß es da und „das Fremde ist das Vergangene, streng genommen bleib ich auch alles, was du bist“. Gemeinsam mit Claudia Boss hatten die Schüler in den vergangenen Wochen ihre Texte zu unterschiedlichen Schreibimpulsen verfasst und immer wieder überarbeitet. Schließlich wählten sie Texte aus, um gemeinsam mit Designerin Eva Hocke eine ansprechend gestaltete Literaturzeitschrift zu gestalten. „Einige der 250 Exemplare sind zwar schon verkauft, es gibt aber noch welche in der Schwaaz-Vere Buchhandlung zum Preis von 2 Euro zu kaufen“, erklärte Claudia Boss. Zwischen den einzelnen Texten der Schüler, die zum Teil von den Lehrkräften Angelina Schreiner und Patricia Wilhelm sowie Silas Lyding vorgetragen wurden, ließ Anna Kerle an der Gitarre jeweils passende Töne und Harmonien erklingen. So kamen die Kurzgeschichten über eine Traumsequenz und die Angst vor dem Rotwerden ebenso gut zur Geltung wie ein kurzes Gedicht, das in einer Art Flugsituation Freiheit und Heimat zueinander in Beziehung setzte. Besonders im Gehör blieb ein kurzer Text, der auch als Motto der Veranstaltung hätte dienen können. Dort hieß es: „Die schillernde Farbkraft und die Energie dich zu entfalten, zu tun, was du willst, weil du es willst, und nicht weil es erwartet wird. Das Chaos macht dich erst richtig lebendig, holt dich aus der Monotonie des Alltags, mit all seinen Regeln, Normen und stumpfen Abfolgen des gewohnten Handelns.“ Lauter Applaus zeigte, wie gut die Texte beim Publikum ankamen.

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